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Ein
heikles Thema - wirklich heikel... Schließlich ist es nicht so, dass
wir Spirituellen vollends wie ganz und gar glücklich mit unseren vorläufigen
Provisorien wären - aber was sollen wir tun? Geld regiert die Welt - und die
Revolution oder den endgültigen Thronsturz haben wir bis hierher noch nicht
gebacken gekriegt. Alternative Finanzmodelle? Fallen uns jetzt so auf die
Schnelle auch nicht ein.
Demnach
braucht aber auch der spirituelle Mensch Zaster - wahrscheinlich mehr
als jeder andere, denn spirituelle Segens- & Heilsmittel haben ohne
jeden Zweifel ihren Preis. Aus
diesem Grund aber möchten wir uns für einen kurzen Moment von jedweder
praktischen Konsequenz distanzieren, die ansonsten jedes Mal beliebiger
hochstehender Erkenntnis entspringt -
für einen klitzekleinen Moment! - und
räumen dieser Thematik kurzum einen Sonderstatus ein. Hoheitsgebiet
sozusagen, das uns ermächtigt, von nun an alles zu tun und zu lassen,
sofern es
uns nur ausreichend Knatter einbringt. Übrigens: Liebe Grüße an eine ehemalige
Lehrerin, die es tatsächlich vermochte, sich 25 vorangemeldete
Teilnehmer eine Seminarkapazität von max. 5 Leuten teilen zu lassen, und
diese auch wirklich innerhalb von 2h abzufertigen. Praktisch ganz ohne
(man verzichte auf unnötigen Ballast) erwartetes Resultat und/oder
Gegenleistung. Wir sehen hier
innerhalb meines persönlichen Erfahrungsschatzes bis dato
unangefochtenen Rekord von einem vierstelligen Stundenlohn. Klasse
gemacht! Spiritueller Gutmensch und bewusstseinsbedingte
Selbstkontrolle? Morgen wieder... jetzt
auch als Audiofile:
Spiritualität
und Finanzen
Jeglicher
Mangel beruht einzig auf unwahren Glaubenssätzen, die uns fälschlicherweise
annehmen lassen, dass unserem Sein und Dasein Grenzen auferlägen,
dass das Universum in seinen Ressourcen beschränkt sei, oder aber,
dass wir Reichtum und Überfluss nicht verdienen würden. Ganz
genau dies ist es, was ich mir in einem sogenannten "Fülle-Seminar"
beibringen lassen durfte, das mich eben einmal schlappe 500 Euro
kostete. Jedoch bin ich noch nicht gänzlich davon überzeugt, dass es
allein dem Vorhandensein persönlichen Mangeldenkens zuzuschreiben
ist, dass ich diesen Monat meine Miete nicht bezahlen kann. Aber
egal.
Dennoch
bin ich gewillt, mein Problem zu lösen. Dafür aber muss ich
zuerst meinem vordersten Mangel, nämlich der Annahme
von Mangel, den Garaus machen. Antwort, wie ich dies genau
erreichen kann, gibt mir das Fülleseminar für Fortgeschrittene,
das wiederum mit einem Kostenpunkt von rund 1000 Euro veranschlagt
ist. Auch nicht schlecht. Hiernach werde ich jedoch niemals mehr
Mangel kennen. Ich vermute fast, die Seminarleitung auch nicht.
Wie auch immer - ich werde mehr als reich entschädigt werden,
soviel sei sicher - nämlich dann, sobald ich das Gesetz der Fülle
erst einmal begriffen habe. Wenn ich mir jedoch ansehe, wie viele
Anschlusskurse in dieser Thematik angeboten werden, kann dies
durchaus ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Nun gut. Im
Zweifelsfalle werde ich eben einen Kredit aufnehmen müssen.
Hauptsache, ich kenne endlich keinen Mangel mehr. Nie mehr.
Ergänzend
hierzu, da geringfügig kostenschonender, beobachte ich seit
geraumer Zeit das Wirken und Gebahren meiner spirituellen
Kommilitonen und lege detaillierte Beobachtungsprotokolle an. Und
in der Tat hege ich mittlerweile den Verdacht, einer nicht
uninteressanten Gesetzmäßigkeit auf der Spur zu sein. Denn während
der spirituell Belehrende in der Regel im Geld
schwimmt, kennt der spirituell Belehrte zumeist noch
nicht einmal die Bedeutung des Wortes "schwimmen". Dies
wiederum ist fraglos dem Umstand anzulasten, dass ihm nicht
zuletzt die begüterte Ansammlung der hierfür benötigten
Wassermassen in der Regel fremd ist. Wie besagt: Er hat sein persönliches
Mangeldenken noch nicht überwunden.
Wenn
wir aber davon ausgehen möchten, dass dieser Zusammenhang auch
nur über annähernd allgemeingültigen Charakter verfügt, und
weiterhin für einen kleinen Moment darauf verzichten, dem
spirituellen Lehrer ergeben in seiner Argumentation zu folgen, dass einzig
seine Meisterschaft im Fülledenken verantwortlich für seinen
heutigen Überfluss wäre, würde es theoretisch ausreichen, vom
spirituellen Schüler zum spirituellen Lehrer zu avancieren, um
unser persönliches Mangeldenken von heute auf morgen Geschichte
sein zu lassen. Glaubt mir oder glaubt mir nicht – ich habe es
versucht. Es funktioniert.
Leicht
gemacht hat es mir hierbei der Grundsatz, vertreten von der
spirituellen Literatur unserer Tage, dass wir heutzutage allesamt
Schüler und Lehrer sind. Dies macht auch mich
punktum zum Lehrer, weitreichende Qualifikationen wie ausufernde
Selbstzweifel entfallen. Weniger leicht macht es mir seitdem
hingegen das Wissen, dass es keinesfalls der Überwindung meines
persönlichen Mangeldenkens zugute kommt, dass ich heute Fülle
und Überfluss erlebe. Begründung ist vielmehr, dass andere
angesichts meines Reichtums nun glauben, dass ich
mein Mangeldenken überwunden hätte. Diese sind es auch, die ab
hier an von mir zu wissen begehren, wie ich dies nur angestellt
haben möge. Und gleichfalls bereit sind, sich diese Belehrung
einiges kosten zu lassen.
Darüber
hinaus sollten wir jedoch keinesfalls vermuten, dass der Umgang
mit Fülle und Reichtum einfach wäre, sofern wir diese beiden
erst einmal an unserer Seite wissen. Im Gegenteil bedarf auch
diese Sachlage der umfassenden Aufklärung und unterliegt ferner
einigen wesentlichen Gesetzmäßigkeiten, denen wir unbedingt
unsere Beachtung schenken müssen. Ein Gegenstand, der, so
diffizil er sich tatsächlich darstellt, ohne Zweifel viele
weitere Seminare in Anspruch nehmen wird. Mir soll es Recht sein.
Schließlich gebe ich heute Seminare. Ich nehme sie
nicht mehr. Ich nehme sowieso nicht mehr. Nichts und niemandem.
Ich gebe nur noch. Und: empfange. Was sich weiterhin
äußerst begriffen darstellt.
Denn:
Sofern wir die Fülle weiterhin als Fülle erfahren möchten,
nicht aber wünschen, dass erfahrene Fülle unverzüglich zu
gerade erst überwundenem Mangel regeneriert, dann müssen wir die
Bedürfnislage der Fülle kennen. Ihr grundlegendstes Verlangen
aber ist, fortdauernd in Bewegung gehalten zu werden. In
spiritueller Manier sprechen wir hier von "im Fluss
sein" oder etwas "im Fluss halten". Im Konkreten
meint dies, dass wir dasjenige, was wir erhalten, schleunigst von
uns geben, um wiederum das zu erhalten, was wir soeben von uns
gaben. Grundlage hierfür ist das Wesen des Kosmos selbst, dessen
natürlichem Verhalten es scheinbar entspricht, unsere persönlichen
Handlungen spiegelbildlich nachzuahmen. Bedeutet: Wenn wir geben,
werden wir bekommen, wenn wir bekommen, müssen wir
geben. Auch dies nur, um erneut zu bekommen, was wir gerade
erst gaben. Eine prima Sache – denn von heute an sind wir beschäftigt.
Verzichten
wir jedoch gänzlich auf derlei Verhalten, meint dass wir sparen
oder geizen - und unsere Akkordarbeit des fortwährenden
Nehmens und Gebens somit kurzfristig zum Abbruch bringen - wird
sich der Kosmos ganz einfach andere Renditeobjekte suchen und uns
nachfolgend unberücksichtigt lassen. Was für uns bedeutet:
Mangel.
Es
ist leicht zu verstehen, dass die Ursächlichkeit dieses Prinzips
darin zu finden ist, dass wir im Falle des "Behaltens"
(dem Kosmos scheinbar eine gänzlich fremde Vokabel) der freien Hände
entbehren würden, um diese dem Kosmos offen- wie leerstehend
entgegen zu strecken und somit Neues zu
empfangen. Einige lösen dieses Problem auch durch Einsatz
von Taschen und Rucksäcken. Aber dies gilt natürlich im
eigentlichen nicht.
In
seiner praktischen Konsequenz heißt dies jedoch, dass ich Geld
ausgeben muss, sobald ich Geld habe. Was mir persönlich nicht
wirklich schwer fällt. Mein diesbezügliches Wirkungsfeld habe
ich jedoch ganz unproblematisch in irdisch-manifester Spiritualität
ausmachen können. Seminare, Bücher, Cd's, Tinkturen, Zubehör
– all das, dessen unbezahlbarer Wert sich nun mal in elitären
Preisklassen ausdrückt, ist nun gleichfalls das meine. Und ja, es
macht mich glücklich.
Auch
meine einstige Lehrerin, deren einstündige spirituelle Gegenwart
einem irdischen Gegenwert von etwa 150 Euro entspricht, kann nun
endlich wieder von mir besucht werden. Was sie, glaube ich, fast
genauso sehr freut wie mich.
Heute
aber bin ich selbst Lehrerin. Und ich lehre. Was ich lehre? Ich
lehre, dass jeglicher Mangel einzig auf unwahren Glaubenssätzen
beruht, die uns fälschlicherweise annehmen lassen, dass unserem
Sein und Dasein Grenzen auferlägen, dass das Universum in seinen
Ressourcen beschränkt sei, oder aber, dass wir Reichtum und Überfluss
nicht verdienen würden. Ich halte jeden dazu an, zuerst dem
vordersten Mangel, nämlich der Annahme von Mangel,
den Garaus zu machen. Antwort, wie dies genau zu erreichen ist,
gibt mein Fülleseminar für Fortgeschrittene, das mit einem
Kostenpunkt von exakt 1000 Euro veranschlagt ist. Wem es aber
danach noch immer nicht gut geht, für den hätte ich Aufbaukurs
1,2,3 - bis praktisch unbegrenzt im Angebot. Tatsächlich begleite
ich Euch solange, wie Ihr das wünscht, schließlich kenne ich
keine Begrenzung mehr. Ich kenne nur noch Fülle. Jawohl, auch die
Fülle von Seminaren. Ist schließlich nur folgerichtig.
Gewiss,
meine Lieben, ich weiß, dass ihr Millionäre sein müsst,
um Euch das Gesamt meiner Seminare leisten zu können. Das ist ja
der Witz.
Denn:
Sobald Ihr Euch Fülle-Aufbaukurs Numero 43 tatsächlich leisten könnt
(Kostenpunkt haargenau 999.999,99 Euro), dann seid
Ihr Millionär! Zumindest ward ihr es. Wenigstens fast. Immerhin
fehlte Euch auch hier noch der letzte Cent.
Aber
ganz ehrlich: Wenn Ihr es wirklich und wahrhaftig bis hierhin
geschafft habt, nämlich in meinen Aufbaukurs Nr. 43, gibt es eine
kleine Überraschung für Euch. Ich schenke Euch den
letzten Cent! Und zwar jedem von Euch! Denn sparen
oder geizen will ich niemals mehr. Könnte ich auch gar nicht. Ich
habe die Fülle inzwischen schließlich bestens begriffen.
Dies
aber bedeutet für Euch: Ihr hättet theoretisch
Millionär sein können! Persönlicher Mangel hätte
für alle Zeiten von Euch überwunden sein können! Ihr hättet
Fülle erleben können! Ewig. Unversiegbar. Grenzenlos. Nämlich
dann, wenn Ihr nicht so dumm gewesen wärt, Eure erste
Fast-Million soeben mir zu vermachen.
Wie
jetzt - ich hätte Euch gesagt, Ihr müsstet geben, um zu bekommen
und dürfet niemals sparen oder geizen? Ja, natürlich habe ich
das gesagt. Und gewiss müsst Ihr geben – aber doch nicht alles
auf einmal.
Nein,
nein, das "Im-Fluss-Halten" begnügt sich tatsächlich
auch mit weniger. Das hätte ich Euch jetzt aber nicht gesagt?
Moment mal – ach so, ja, das kommt erst in Aufbaukursus Nr. 51
zur Sprache. Nichtsdestotrotz: Ihr, die ihr hier in meinem
Aufbaukurs 43 sitzt, und Euch dies eben einmal ein jeder eine
knappe Million kosten ließet, habt ohnedies noch Fundamentales zu
lernen. Nämlich: Gesunden Menschenverstand. Das Thema meines nächsten
Seminares. Ja, natürlich, dieser zählt auch der Thematik der Fülle
hinzu. Ich sage ja – die Fülle ist ein komplizierter
Gegenstand. Aber wir werden das schaffen. Ohne Frage. Und zwar
gemeinsam.
Indessen
bin ich reich. Viele andere, die ich kenne, auch. Alternative
Weltenmodelle? Die Entmachtung des Geldes? Reichtum für alle?
Die
Patentlösung haben auch wir Spirituellen noch nicht gefunden.
Leider. Außerdem sind wir mittlerweile gelinde gesagt etwas zu
beschäftigt, um uns mit dieser Thematik zusätzlich auseinander
zu setzen. Erinnere: Wir lehren.
Aber
mal im Ernst: Schließlich sind es nicht wir, die sich das alles
ausgedacht haben, mit dem Geld, der Welt wie sie ist, dem Mangel
und so. Ausgedacht haben wir uns nur die Seminare.
Und
einsehen tut das eigentlich niemand mehr von uns, dass Idealismus
und spirituelles Bewusstsein zwangsläufig immer Mangel und Armut
bedeuten sollen. Und das ist auch ganz richtig so. Wenn wir diese
Welt aber nicht von heute auf morgen zu einer Wahrhaftigeren
machen können, dann machen wir es uns hier in der Zwischenzeit
eben ein wenig nett. Und bedienen uns provisorisch vorhandener
Parameter. Fragt uns ja keiner, wie diese Welt im Tatsächlichen
aussehen sollte. Das exemplarische, eigens vorgelebte Beispiel kann
hingegen Wunder wirken. Daher führen wir dieser Welt nun einfach
vor, was wir meinen: Fülle. Exquisite,
irdisch-manifeste Fülle. Der Zweck aber heiligt die
Mittel. Und damit auch meine Seminare.
Aus
diesem Grund halte ich meine Fülle jedoch im Fluss und gebe
weiterhin Geld für meine spirituelle Belehrung aus. Was meinem
spirituellen Begriffsverständnis aber nur von Nutzen sein kann,
denn mein Bewusstsein expandiert seitdem über die Grenzen des
Irdischen hinaus. Beglückender Nebeneffekt hierbei ist, dass ich
auf diese Weise wiederum vielen anderen spirituellen Lehrern Fülle
gewähre, und damit beweisen darf, dass dieses Universum fürwahr
für uns alle Platz bietet. Werden wir daher doch allesamt
spirituelle Lehrer. Oder bieten alternativ dazu spirituelles Zubehör
an. Lehren und verkaufen aber können wir schlicht einander, womit
wir den Mangel endgültig besiegt hätten. Vielleicht doch ein
Modell mit Zukunft?
Mein
Gewissen ist in jedem Fall beruhigt, ich darf nun zuverlässig
davon ausgehen, mein Mangeldenken für alle Zeiten überwunden zu
haben. Und mir weiterhin sicher sein, zu niemandes Unbill zu
handeln, sondern in der Tat wertvolle Erkenntnis zu verkünden.
Siehe da: Es ist so leicht und es steht tatsächlich jedem von uns
frei.
Ich
veranschlage unversehens drei weitere Zusatztermine meiner diesjährigen
Fülle-Seminare und lehne mich zufrieden zurück. Das Seminar kann
euch lehren, doch wisset: Die Erkenntnis kommt von ganz allein.
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