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Sieglinde Zlotos
Ich-Gefühle
eine
Wüste voller Steine
gleichförmiger
Rundlinge
dazwischen
einige eckige
fremde
Findlinge
«
Papillon
ich
breite die Flügel weit
und
zeig dir meiner Farben Pracht
ich
trinke deine Wärme
gleite
auf einer Brise sacht
pack
mich nicht fest
sonst
verlier ich meinen Glanz
lass
mich fliegen und frei sein
zu
Wärme und Wind auch
führt
mich wieder mein Tanz
Fliegen
will ich mit dir
ins
Sommersonnenland
baden
in leuchtenden Farben
hinabsteigen
in des Meeres
Wunderwelt
eng
bei dir liegen im gleißenden Sand
Im
Tanz will ich mit dir vergehn
mit
den Tönen gleiten
im
Takt deiner Finger
den
Pulsschlag spürn
in
der Blumenwiese
den
Himmel sehn
Mit
dir will ich mich am
Reiz
des Wortes laben
will
in andere Denkwelten
mich
schlagen
erkunden
wo unsere
Grenzen
liegen
und
mit dir zusammen
Trauer
tragen
und
wiegen sollen unsere
Träume
schwer
die
will ich mit dir teilen
und
meiner und deiner
Empfindungen
Meer
auf
dem möcht ich gern
verweilen.
«
Der
Weg zum Erfolg?
sag
nichts
auch
wenn es die Wahrheit ist
tu
immer
was
andere von die erwarten
lächle
immer
und
sage ja
stehe
immer als Helfer da
so
mögen dich alle
in
jedem Falle
oder
ist, was man an dir fand
nur
der fehlende Widerstand?
«
In
der Nähe spüre ich
unsere
Fremdheit
im
Bekanntsein
unser
Nichtvertrautsein
in
der Maske des Selbstbewusstseins
verbergen
wir unsere Unsicherheit
in
der Ironie
unsere
Angst.
«
Drückend
lastet der Himmel
auf
totgebornem Morgen
Das
"Du" eines Freundes
senkt
Sonne in mich,
der
Morgen erwacht.
«
Manchmal
liege
ich daneben
manchmal
liege ich auf der Nase
manchmal
liege ich schief
manchmal
obenauf
oft
liege ich goldrichtig
und
wenn es nottut
lege
ich mich quer.
«
entkommen
ungesehen
entkommen
bin
ich dem verdächtigen Glück
ausgewichen
in das unscheinbare
Glashaus
verblichener Träume
baue
ich selbst nun meine Traumfabrik.
«
Eins
Ich
schließe die Augen
blutroter
Schleier
Sonnen
vergehen
ich
lausche
dem
Fall der Sekunden
aufgesogen
im
Atem
des Kosmos
«
Erinnerung
Über
einem großen Märchenberg
spielen
wir unser Menschentheater
agieren
mit bitterem Ernst und ruhiger Leere
aber
manche tragen in sich
noch
immer Erinnerung.
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